Zusammenkünfte ohne Limit

Treffen ohne Limits sind wieder erlaubt (Foto: BarcelonAlemany.com)

Procicat gibt grünes Licht für weitere Lockerungen von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Ab Freitag sind wieder soziale Zusammenkünfte ohne Limit erlaubt.

KATALONIEN, EUROPA PRESS. Am Dienstag kamen die katalanische Regierung und die Verantwortlichen der Zivilschutzbehörde ProciCat zum wöchentlichen Meeting zusammen. Dabei ging es vor allem um die aktuellen Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Katalonien. Wie mitgeteilt wurde, erlaubt die Lage der Pandemie einige Lockerungen der Maßnahmen, die in der Region gelten. Wichtigste Neuerung ist, dass es wieder private und familiäre Zusammenkünfte ohne Limit der Personenzahl geben darf.



In den Krankenhäusern wird nach wie vor darum gekämpft, die Zahl der Covid19-Patienten zu reduzieren. Die Verantwortlichen von Regierung und Gesundheitsbehörden halten weiter die Nachtgastronomie geschlossen. Doch es scheint, als lässt Katalonien die Gesundheitskrise allmählich hinter sich. Die epidemiologischen Daten zeigen eine, wenn auch zaghafte, positive Tendenz und dies bereits seit Wochen. So kam man zu der Entscheisung, eine weitere der vielen Einschränkungen zu lockern. Dabei handelt es um eine Maßnahme, die in die Grundrchte der Bevölkerung eingreift und gerichtlicher Zustimmung bedarf. 

Genauer gesagt, eilte die Generalitat mit, diese an diesem Freitag nicht erneut zu verlängern, wie Regierungssprecherin Patrícia Plaja mitteilte.

Nur die nötigsten Einschränkungen

Dies bedeutet, dass die Limitierung der Personenzahl bei gesellschaftlichen Zusammenkünften aufgehoben wird. Aufgrund dieser Maßnahme, die in Katalonien während der letzten Monate galt, durften bei sozialen Treffen maximal 10 Personen zusammenkommen.

Angeordnet wurde diese Beschränkung, um den erneuten Anstieg neuer Covid19-Fälle im Zusammenhang mit der fünften Welle der Pandemie zu stoppen. Am kommenden Freitag, den 10. September, wird die Einschränkung Geschichte sein. Das Verbot, in der Öffentlichkeit zu essen und zu trinken, bleibt allerdings bestehen, um die sogenannten “botellots” zu verhindern.

Wie bei gesellschaftlichen Zusammenkünften fällt auch das Limit der Teilnehmer religiöser Veranstaltungen Handlungen und Zeremonien weg. Das heißt, Hochzeiten, Beerdigungen, Kommunionen und ähnliches können wie üblich und ohne weitere Maßnahmen gefeiert werden. Davon unabhängig, bleibt Einhaltung von Sicherheitsabständen und Tragen einer Maske, wenn dieser nicht eingehalten werden kann, allerdings bestehen.


Überblick der Regeln ab 10. September


Keine Gerichtsurteile mehr

Daher ist, wie Patrícia Plaja weiter erklärt hat, auch die Zustimmung des Obersten Gerichtshofs von Katalonien nicht mehr erforderlich. „Die Entwicklung der Pandemie erlaubt uns, nach und nach die Beschränkungen des öffentlichen Lebens zu reduzieren.“ So wurde bereits die nächtliche Ausgangssperre in Gemeinden mit den höchsten Inzidenzwerten aufgehoben, wie Barcelonalemany berichtete. 

„Es war von Anfang das Ziel, nur die notwendigsten Dinge einzuschränken, um die Gesundheitskrise unter Kontrolle zu bekommen“, fügte Argimon hinzu.

Im Zuge der aktuellen Entscheidung fällt nun die zweite Regelung weg, die die Grundrechte der Bürger beeinträchtigt. Somit wird es, zumindest vorerst, nicht länger notwendig sein, dass das TSJC bestimmten Maßnahmen zustimmt.


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