Das Gesundheitsministerium einigte sich mit den Vertretern der einzelnen Provinzen. Es wurde vereinbart, dass zu Ostern kein Reisen zwischen autonomen Regionen erlaubt ist.

SPANIEN, EUROPA PRESS. Vergangene Woche kam es zu einem ersten grundsätzlichen Einverständnis zwischen Gesundheitsministerium und Gemeinden über die Mobilitätsbeschränkung während der Karwoche. Demnach wird zu Ostern kein Reisen zwischen autonomen Regionen gestattet sein. 

Diese wird man nur in Ausnahmefällen verlassen können, die bereits im gegenwärtigen Alarmzustand zulässig sind. Dazu zählen unter anderem die Rückkehr an den Wohnort oder die Gründe höherer Gewalt. Ausnahmen bilden dabei nur die Balearen und die kanarischen Inseln. Am gestrigen Mittwoch wurde es bei der Interterritorialen Sitzung endgültig offiziell, nur die Comunidad de Madrid stimmte dagegen

Damit verpflichten sich die alle autonomen Regionen das Verbot „unnötiger Reisen“ zu Ostern aufrechtzuerhalten. Sollte eine Reise unumgänglich sein, ist empfehlenswert, vor der Fahrt oder bei der Ankunft am Zielort einen PCR- oder Antigen-Test durchzuführen.

In der Osterwoche ist das Reisen zwischen den Regionen untersagt
Verkehrkontrolle der Mossos auf der C-16 (Foto: Marta Lluvich, ACN)

Maximal 4 Personen

Es wurde auch festgelegt, die Treffen in öffentlichen geschlossenen Bereichen auf maximal vier Personen zu beschränken. Im Freien dürfen maximal 6 Personen zusammenkommen. 

In Katalonien sind hingegen seit dem 8. März Treffen mit maximal 6 Personen gestattet. Aus diesem Grund hatte die Generalitat bei der interterritorialen Sitzung eine Höchstgrenze von 6 Personen vorgeschlagen.

In privaten geschlossenen Räumen sind keine Treffen von Personen gestattet, die nicht zusammenleben.

Ebenfalls wird die Ausgangssperre zwischen spätestens 23 Uhr abends und sechs Uhr morgens aufrechterhalten. In Katalonien gilt sie bereits ab 22 Uhr und bleibt in dieser Form bestehen.

Landesweit treten diese Regeln vom 26. März bis 9. April in Kraft. In autonomen Gemeinschaften, in denen der 19. ein Feiertag ist, gelten die Maßnahmen darüber hinaus zwischen 17. und 21. März.

Die Vereinbarung beinhaltet ebenfalls die Suspendierung von Veranstaltungen, bei denen es zu größeren Menschenansammlungen kommen könnte.

Madrid gegen die Entscheidung

Die Madrider Regierung hatte von Anfang an gegen den Vorschlag gestimmt. So bleibt abzuwarten, ob sie sich an die Entscheidung halten.

Auch die maximale Zahl der Personen pro Tisch in der Gastronomie wolle man nicht von 6 auf 4 reduzieren. „Dies wäre ein Rückschritt der derzeitigen Maßnahmen, die bei uns derzeit bestehen,“ sagte Regionalpräsidentin Ayuso.

Katalonien enthält sich

Die Reduzierung bei Treffen in öffentlichen Bereichen auf vier Personen bedeutet auch eine Veränderung für Katalonien. Hier sind maximal 6 Personen erlaubt (mit Ausnahme in Bars und Restaurants). Die Generalitat hatte geplant, es dabei zu belassen, wird sich aber den Bestimmungen fügen. Dies war allerdings der Grund für die katalanische Regierung, sich bei der Abstimmung zu enthalten. „Man bedauert, dass sich die spanische Regierung die restliche Zeit aus Allem heraushält und ausgerechnet zu Ostern handelt.

Ursprünglich war geplant, die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie bis Ostern nicht zu lockern, auch wenn es die Indikatoren zuließen. In Katalonien tagte heute der regionale Krisenstab und hat entschieden, ab dem kommenden Montag einige Lockerungen zu genehmigen.


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