Die spanische Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgeber erreichten eine Vorabvereinbarung zur erneuten Verlängerung der ERTO. Der endgültige Text wird nächste Woche überarbeitet 


SPANIEN / EUROPA PRESS. Die Zahl der von ERTO betroffenen Menschen beträgt landesweit insgesamt 755.613 Arbeitnehmer. Es gibt bereits eine Vorabvereinbarung für ERTOs bis zum 31. Mai. Die spanische Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgeber haben an diesem Freitag ein erstes Treffen abgehalten. Als Ergebnis kam es zu einer Vorabvereinbarung zur erneuten Verlängerung der ERTO bis Mai 2021. Diese soll bis spätestens 15. Januar unterzeichnet werden, um “Sicherheit zu geben”, so Quellen im Arbeitsministerium.

Die Verhandlungen werden am Montag fortgesetzt, um die endgültigen Bedingungen zu vereinbaren. Alle Parteien gehen davon aus, dass es dieses Mal nicht bis zum letzten Moment dauern wird. werden. Damit würde die neue Übereinkunft rechtzeitig auf Tisch liegen, bevor die aktuelle Regelung am 31. Januar endet.

Aufgrund der derzeitigen Situation der Pandemie ist unwahrscheinlich, die betroffenen Arbeitnehmer in den nächsten Wochen wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Daher hat Regierung hat bereits angeboten, die bisherige Vereinbarung unverändert zu verlängern. Die Vertreter von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden wollen den endgültigen Text aber auf der für nächsten Montag geplanten Sitzung noch einmal erörtern.

Zweite Welle erhöht Zahl der ERTO/ERTE-Fälle erneut

Nicht wenige Angestellte wurden in den letzten Wochen und Monaten von den Arbeitnehmern schon wieder an ihre Arbeitsplätze zurückgerufen. Doch mit dem landesweit erneuten Anstieg der positiven Covid19-Ergebnisse war die in den meisten Fällen nicht von langer Dauer. So wurde für einen Großteil der vorrübergehend wieder arbeitenden Bevölkerung erneut der ERTO/ERTE beantragt. Darüber hinaus wurde das System der Datenübertragung von den Unternehmen zum Ministerium umgestellt.

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Eine Änderung mit schwerwiegenden Folgen. Nach Angaben der Gewerkschaften warten mehrere hunderttausend Arbeitnehmer, die sich in ERTO/ERTE befinden, seit Monaten auf ihre Zahlungen. Bereits Anfang 2020, im Zusammenhang mit dem ersten Ausnahmezustand, kam es in unzähligen Fällen zu monatelangen Verzögerungen.

Nach Angaben des Ministeriums für Arbeit befinden sich Anfang Januar 2021 in ganz Spanien insgesamt 755.613 Angestellte in einem ERTO/ERTE.

Thema Mindestlohn vertagt

Der starke Schneefall in der Region von Madrid hat dazu geführt, dass das Treffen früher als erwartet beendet werden musste. Somit konnten auch wichtige andere Themen, wie zum Beispiel der Mindestlohn (SMI) nicht besprochen werden. Wie sich aber alle Verhandlungsteilnehmer einstimmig äußerten, soll auch dies während der nächsten Sitzung kommende Woche dringend nachgeholt werden.