Über 450 km ohne Autobahngebühr

In Katalonien wird das Autofahren bald etwas günstiger. Auf fünf Abschnitten werden die Mautstationen entfernt. Dadurch wird man über 450 km ohne Autobahngebühr nutzen können.

Auf diesen Tag haben sich viele Autofahrer seit Langem gefreut. Ab dem 1. September muss man für verschiedene Strecken auf katalanischen Autobahnen nicht mehr bezahlen. Auf insgesamt fünf Teilbereichen werden die Mautstationen abgebaut. Auf diese Weise werden über 450 km ohne Autobahngebühr befahrbar sein. Dabei handelt es sich um 2 Abschnitte der AP-7, die gesamte Ap-2, die C32 und auch die C-33.



Wo wird nicht mehr kassiert?

Zwei der betroffenen Autobahnen (die AP-7 und die AP-2) befinden sich in Verwaltung der spanischen Regierung. Während die anderen beiden (die C-32 und die C-33) gehören der Generalitat de Catalunya. 

Die Abertis-Gruppe, die für viele dieser Straßen die Konzession hatte, entlässt aufgrund des Endes der Mautgebühren 340 Arbeiter.

Nicht mehr zahlen muss man auf der:

AP-2 / zwischen Vendrell und Saragossa

AP-7 / zwischen Vila-seca und Barcelona

AP-7 / zwischen la Roca del Vallès und la Jonquera

C-32 / zwischen Barcelona und Lloret de Mar

C-33 / zwischen Barcelona und Montmeló

Die AP-2, verwaltet von der Zentralregierung, die von Zaragoza über Lleida nach Tarragona führt, wird vollständig von der Maut befreit. Sie ermöglicht darüber hinaus eine Verbindung mit der AP-7. Der katalanische Abschnitt beginnt in der Stadt Soses in Segrià. Die Konzessionierung dieser Autobahn, auf der täglich mehr als 10.000 Fahrzeuge unterwegs sind, begann 1977. Somit wurde dort 44 Jahre lange Maut kassiert.

Bereits im Januar 2020 fielen die Mautgebühren der AP-7 zwischen Vila-seca und Alicante weg. Ab September wird dasselbe mit den beiden verbleibenden Abschnitten passieren: zwischen Vila-seca und Barcelona und zwischen Roca del Vallès und La Jonquera. So wird es möglich sein, ganz Katalonien von Norden nach Süden (oder umgekehrt) zu durchqueren, ohne Mautgebühren zu zahlen.

Die C-32, die Autobahn des Maresme

Außerdem werden insgesamt 70 Kilometer zweier Autobahnen der Generalitat de Catalunya von der Gebühr befreit. Die eine ist die C-32, Maresme-Autobahn genannt, (von Barcelona nach Blanes) und bisher zwischen La Selva und Montgat mautpflichtig war. Dieser Abschnitt betrifft auch die Mautstelle Mataró, die älteste in ganz Spanien, die 1969 eingeweiht wurde.

Die C-33 – Verbindung zwischen Barcelona und der AP-7

Die andere ist die C-33, die von Barcelona nach Montmeló führt, wo sie Anschluss an die AP-7 hat. Dieser Teil ist der erste Abschnitt dieser Autobahn der gebaut wurde und später Eigentum der Generalitat wurde.

Die Debatte über die Instandhaltung

Das Ende dieser Konzession hat die Debatte über die Kosten für den Unterhalt von Autobahnen wiederbelebt. Die katalanische Regierung hat die Übertragung des gesamten Straßennetzes gefordert. Dabei plant sie, ein Vignettensystem mit einer Art „Flatrate“ einzuführen, um auf allen Straßen fahren zu können. Dagegen schlägt die spanische Regierung ein Zahlungssystem für die Nutzung aller Schnellstraßen ab 2024 vor. Dies gehört zum Reformplan, den die spanische Regierung im Gegenzug den EU-Hilfsgeldern präsentierte (Barcelonalemany berichtete im April).


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