An den meisten Feiertage kommt eine typische Speise auf den Tisch. So hat auch der Tag der heiligen drei Könige mit dem „Tortell de reis“ seinen kulinarisch traditionellen Teil.


Allgemein wird zwar angenommen, dass der „Königskuchen“ aus dem alten Frankreich oder Spanien stammt. Doch die beliebte Tradition am Tage der heiligen drei Könige den „Tortell de Reis“ zu essen, hat seinen Ursprung in Katalonien. Verbreitet hat sich der Brauch allerdings auch auf andere Regionen. So ist er im Französischen als Gâteau des Rois bekannt, im spanischen Raum als Roscón de Reyes und in Portugal als Bolo Rei.



Anlässlich des 6. Januars hat jedes Jahr fast jede Bäckerei eine Version dieses süßen Brotes im Angebot, um den zwölften Weihnachtstag zu feiern. Gefeiert wird der Tag hierzulande jedoch unter dem Namen „Dia dels Reis“ (Dreikönigstag).

Einige glauben, dass seine Geschichte sogar bis zu Zeiten des römischen Reiches zurück reicht. Zu den Winter- oder Obstfesten in jener Epoche gab es bereits ähnliches Gebäck aus Feigen, Datteln und Honig.Auch der „König“ der Feierlichkeit wurde damals schon zu Ehren des Gottes Saturn per Los ausgewählt.

Zwei kleine Überraschungen

Wo der Kuchen am Ende auch seinen Ursprung hat, den Brauch, einen König auszuwählen gibt es heute noch. Der Kuchen selbst ist eine reichhaltige, zarte Masse, die an einen Brioche-Teig erinnert und ist gefüllt mit Marzipan. Belegt wird er mit kandierten Früchten und hält darüber hinaus noch zwei kleine Überraschungen bereit.

Denn in den Kuchen werden immer auch eine kleine Figur, die einen König darstellt und eine Bohne eingebacken. Wer den Königsfigur findet, wird daraufhin auch heute noch mit der Krone „gekrönt“. Doch wer dagegen in seinem Stück die Bohne findet, muss im nächsten Jahr den „Tortell de Reis“ bezahlen. Auf diese Weise kann man recht sicher sein, dass diese Tradition auch garantiert immer weiter existiert. 

Laut dem Verband der Einzelhändler werden jährlich mehrere Hunderttausende davon verkauft, 2009 sollen es sogar rund 800.000 gewesen sein. Aber es gibt selbstverständlich nicht Leckereres als einen hausgemachten Königskuchen.