Spanien wieder Hochinzidenz-Gebiet

Das Robert Koch-Instituts hat am Freitag (23.07.) seine Liste aktualisiert. Demnach ist Spanien wieder Hochinzidenz-Gebiet. Doch welche Folgen hat das für Reisende?

SPANIEN, DEUTSCHLAND / EUROPA PRESS. Parallel zur Aktualisierung der Liste die Länder und Gebiete anhand ihrer Pandemie-Situation in Risikogruppen einstuft, reagierten auch die Behörden umgehend. So hat das Auswärtigen Amt noch einmal auf die offizielle Reisewarnung hingewiesen. Auch wenn es sich nicht um ein vollständiges Reiseverbot handelt, wird „dringend davon abgeraten, entsprechende Reisen zu unternehmen“ Ab dem kommenden Montag ist Spanien wieder Hochinzidenz-Gebiet.

“Reisen auf eigene Verantwortung”

Das Auswärtige Amt der Bundesregierung

Das Robert Koch-Institut ist verantwortlich für die Einstufung anderer Länder in verschiedene Risikogruppen. Dabei spielt in erster Linie ein bestimmtes Kriterium eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich um die sogenannte 7-Tage-Inzidenz. Diese gibt an, wie viele Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner es innerhalb der letzten sieben Tage gab. Sollte dieser Wert über 200 liegen, gilt eine Region oder ein Land als Hochinzidenz-Gebiet.



Dies war in verschiedenen Gegenden des Landes bereits seit einigen Wochen der Fall. Die Änderung der Einschätzung seitens des RKI war daher absehbar und nur noch eine Frage der Zeit. Nicht nur autonome Gemeinschaften wie Katalonien oder die Balearen sind von der sogenannten fünften Welle des Coronavirus betroffen.



Die aktualisierte Liste des Robert Koch-Instituts ist auf dessen Webseite einsehbar. Diese gilt ab Dienstag (27.7.) um 0 Uhr. Wer sich in Spanien aufhält und noch vor Dienstag nach Deutschland zurückkehrt, kann noch nach den aktuellen Regeln einreisen.

Quarantäne für Nicht-Geimpfte

Seit dem 11.07. stand das Land bereits wieder als „Risikogebiet“ auf der Liste des RKI. Dabei konnten alle Reisenden mit dem negativen Ergebnis eines Covid19-Tests eine mögliche Quarantäne umgehen. Dies ändert sich nun, wenn auch nicht für alle, da Spanien wieder Hochinzidenz-Gebiet ist. 

Einreiseregeln für Deutschland


Wer aus Spanien nach Deutschland reist, noch keine Impfung erhalten hat überstanden hat, müss sich für fünf Tage isolieren. Erst dann kann die Quarantäne verlassen werden, wenn man einen PCR- oder Antigen-Test durchführt, der ein negatives Resultat zeigt. Diese Regelung gilt ebenfalls für Minderjährige ab sechs Jahren.

Vom Coronavirus genesene sowie vollständig geimpfte Personen müssen jedoch nicht in Quarantäne verbleiben. Dazu muss dem zuständigen Gesundheitsamt allerdings nach Ankunft ein entsprechendes Dokument vorgelegt werden, wie aus einer offiziellen Mitteilung hervorgeht.

Deutlich einfacher ist das Reisen derzeit für Passagiere, die über den neuen “Covid-Reisepass” verfügen. Alle Einzelheiten findet ihr in unserem Artikel über das EU Covid-19 Digital Certificate, der in der geesamten EU gültig ist.

Regelung für Kinder

Minderjährige unter zwölf Jahren werden noch nicht gegen das Coronavirus geimpft. Deshalb müssen diese nach der Rückreise aus einem Hochinzidenzgebiet für mindestens fünf Tage in Quarantäne. Dies gilt auch, wenn ihre Eltern bereits die vollständige Impfung erhalten haben und somit davon befreit sind. Für alle Kinder, die jünger sind als sechs Jahre ist, fällt der Test vor der Einreise weg.

“Es gibt bezüglich der Absonderungspflicht keine Ausnahmen für Kinder unter sechs Jahren”, sagte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums. Kinder sind bei der Rückkehr zwar von der Testpflicht ausgenommen, aber dennoch zur Quarantäne verpflichtet. Der einzige Grund, der davon befreit, ist der Nachweis, dass das Kind in den vergangenen sechs Monaten eine Corona-Infektion hatte.


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