Reformierung der Rambles

Barcelonas berühmter Boulevard bekommt ein neues Gesicht. Laut der Stadtverwaltung wird die Reformierung der Rambles Jahre dauern

BARCELONA / REDAKTION. In diesem Herbst hat die seit Langem geplante Renovierung einer der emblematischsten Straßen der Ciutat Comtal begonnen. Der Stadtrat geht davon aus, dass die Arbeiten, die in fünf Phasen durchgeführt werden, voraussichtlich bis 2030 dauern. Die stellvertretende Bürgermeisterin, Janet Sanz, versprach jedoch, zu versuchen, die Zeit zu verkürzen. Der Kosten für die Reformierung der Rambles betragen 44,5 Millionen Euro.

Ein lang erwarteter Umbau 

Die Umgestaltung einer der bekanntesten Boulevards der Stadt wurde von Anwohnern und Organisationen wie „Amics de la Rambla“ schon seit Längerem gefordert. Tatsächlich hatte die Stadtverwaltung den Plan dafür bereits am 27. Mai 2016 beschlossen. Am 2. November 2018 informierte man die Öffentlichkeit über das Bauprojekt, der Baubeginne wurde damals für Ende 2019 angesetzt. Zwischenzeitlich kam es allerdings zu Uneinigkeit über verschiedene Details. Schließlich sorgte dann die Pandemie dafür, dass der Starttermin weiterhin offenblieb. Nach zweimaliger Verschiebung nahmen nun aber die Bagger, mit einigen Jahren der Verzögerung, endlich ihre Arbeit auf.

Verschiedene Bauabschnitte

Die Arbeiten wurden in Etappen geplant, um nicht die gesamte Rambla gleichzeitig mit den Umbaumaßnahmen zu beeinträchtigen. In den jeweiligen Bereichen, in denen Bauarbeiten stattfinden wird zudem jederzeit die Zufahrt für Anwohner und der Durchgang für Passanten gewährleistet sein.

Die Kioske und Bäume bleiben erhalten (Barcelona.cat)

Durch die Reformierung der Rambles werden vor allem die Bürgersteige verbreitert und Plätze zum Verweilen geschaffen. Eine weitere Neuerung ist, dass es nur noch eine Fahrspur für Autos pro Richtung geben wird. Die Zufahrt wird dann auf Fahrzeuge der öffentlichen Verkehrsmittel, Taxis, Lieferverkehr, Anwohner und Einsatzfahrzeuge limitiert.

Vor allem aber wird das Pflaster des gesamten Boulevards erneuert: Die bisher existierenden Wellenfliesen werden entfernt und mit Naturstein und Graphit ersetzt. Geplant ist außerdem, insgesamt 21 neue Bäume zu pflanzen, die Beleuchtung zu erneuern und mehr als 100 Sitzbänke zu installieren.

Die Arbeiten begannen am meeresseitigen Ende der Rambla. Der erste, 117 Meter lange, Bauabschnitt liegt zwischen dem Kolumbus-Denkmals und der Carrer del Portal de Santa Madrona. Im Bereich Drassanes entsteht dabei ein großer durchgehender Platz. Ziel ist es, dass die Fußgänger nach Abschluss der Arbeiten mehr Platz auf der Promenade haben.


Der magische Laternenbrunnen der Rambles


Nach und nach wird dann in den restlichen 4 Bereiche umgebaut. Die Abschnitte befinden sich zwischen Santa Madrona und Arc del Teatre, Arc del Teatre und dem Teatre Liceu und von dort bis Portaferrissa. Das letzte Teilstück liegt schließlich von der Portaferrissa bis zur Rambla de Canaletes sein. Während der Umgestaltung entstehen zudem drei große Plätze, wie beispielsweise im Bereich der Boqueria und dem Plaça del Teatre.

Heller, freundlicher und mehr Platz

Die vom Stadtrat von Barcelona bereitgestellten Bilder zeigen, wie das derzeitige graue Pflaster einer helleren und freundlicheren Farbe weichen wird. Ebenfalls sehen die Pläne vor, dass die „neue“ Rambla de Barcelona nur eine Ebene und dadurch keine Bürgersteige mehr haben wird. Aus Sicherheitsgründen werden aber Poller installiert, um den Verkehr von der Fußgängerzone zu trennen. Während die Arbeiten der ersten Phase andauern, werden die Straßenkünstler und auch ein betroffener Kiosk vorübergehend umziehen müssen.

Alles soll heller und freundlicher werden (Barcelona.cat)

Im Zuge der Umgestaltung werden auch die traditionellen Zeitungs- und Blumenkioske verlegt. Diese sollen sich dann, ebenfalls aus Platzgründen, nicht mehr genau gegenüberstehen. Letztere werden zwischen Bäumen im Bereich der Rambla de les Flors – Sant Josep platziert, wo sie in der Vergangenheit ursprünglich ihren Platz hatten.

Mit der Reformierung der Rambles verfolgt der Stadtrat darüber hinaus ein weiteres Ziel. Die emblematische Chaussee soll dann keine Grenze, sondern vielmehr eine Verbindung zwischen den Vierteln Raval und Gòtic darstellen. Außerdem verspricht man sich, wie auf der Via Laietana, damit den Handel vor Ort und den der Innenstadt im Allgemeinen zu fördern.

Wie wird es aussehen?

Das Amt für Stadtentwicklung hat einige Bilder zur Verfügung gestellt. Um zu vergleichen, wie die Rambla derzeit aussieht und in Zukunft aussehen wird, kann man den vertikalen Balken verschieben.

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