Die spanische Regierung tritt das Gebäude an der Via Laietana ab. Die Behörde und der Stadtrat von Barcelona einigen sich auf eine neue Nutzung für das alte Postamt.

Der Hauptsitz von Correos in Barcelona wird zu einer Drehscheibe für die digitale Wirtschaft. Dort wird ein Gründerzentrum und eine Beratung für Jung-Unternehmer entstehen. Auf die neue Nutzung für das alte Postamt einigten sich der Stadtrat von Barcelona, ​​Vertreter der spanischen Regierung. Die Sanierung des Hauses wird das Consorci de la Zona Franca (CZFB) übernehmen.



Die Architekten Josep Goday und Jaume Torres i Grau entwarfen 1914 die Pläne für das Gebäude. Fertiggestellt wurde es 1927, zu Zeiten, als die Via Laietana entstand, um den Hafen mit dem Stadtteil Eixample zu verbinden. Das fast 100 Jahre alte Haus erlebt nun seinen zweiten Frühling. Hier werden sowohl ein Gründerzentrum, Büros für Beratung für unternehmerische Initiative, Schulungs- und Forschungszentren einziehen.

Die Übereinkunft sieht eine neue Nutzung für das alte Postamt auf rund 30.000 qm vor. Dazu sind allerdings umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten notwendig. Die Büros und auch die Filiale der Post, die Eigentümer des Gebäudes bleibt, bestehen bleiben.

Alte Post startups
Junge Unternehmer in der alten Post, der Plan der Stadt (Foto: Europa Press)

Während einer Zeremonie in dem monumentalen Gebäude am Plaça d’Antonio López wurde die Vereinbarung offiziell. Dabei waren unter anderem Bürgermeisterin ​​Ada Colau, der Staatsdelegierte des CZFB, Pere Navarro und der Post-Präsident Juan Manuel Serrano anwesend.

Impuls für die Stadt

Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau hat argumentiert, dass das Projekt darauf abzielt, „die Wirtschaft der Stadt wieder anzukurbeln. Dies kann dem Zentrum, das von dem Fehlen der Touristen aufgrund der Pandemie schwer betroffen ist, neuen Schwung geben.“

Colau hat die Einigung sogar als „fast historisch“ bezeichnet, da gleich mehrere Behörden und Verwaltungen zustimmen mussten. „Wir sind froh, dass wir sie überzeugen konnten, dass Barcelona solche Projekte umsetzen kann“, so die Bürgermeisterin sichtlich erfreut. Schon jetzt ist Barcelona, neben London und Berlin eine der beliebtesten Städte für Jungunternehmer.

Laut Post-Präsident Serrano ist diese Vereinbarung „ein tolles Beispiel der Zusammenarbeit zwischen Behörden, Regierung und Unternehmern.“ Stolz fügte hinzu, dass „man so bis zu 1.500 Arbeitsplätze schaffen und den Status Barcelonas als digitale Hauptstadt festigen werde.“

“Hauptstadt der neuen Wirtschaft”

Alte Post, Via Laietana
Das alte Hauptpostamt bekommt neue Mieter (Foto: BarcelonAlemany.com)

Für Pere Navarro ist die Unterzeichnung des Protokolls der Höhepunkt eines „Traums“. Er habe den Prozess begleitet, seit er und andere kommunale Vertreter das Gebäude besucht und sich vorgestellt haben, was man damit allen machen könnte.

Navarro ist überzeugt, dass „Initiativen dieser Art Barcelona in die ‚Hauptstadt der neuen Wirtschaft‘ verwandeln werden. Es ist eine sehr gute Gelegenheit, die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen.“

Das Projekt wird Platz bieten für bis zu 150 Unternehmen und Start-ups. Darüber hinaus wird es Platz für kulturelle Aktivitäten und Bedürfnisse der Bewohner von Ciutat Vella geben.


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