Am Tag der Allerheilgen wird hat eine weitere Tradition ihren Platz im Kalender. Doch was hat es mit der La Castanyada auf sich und wie entstand dieser Brauch?


Auch wenn die Uhren im Oktober umgestellt werden, lassen uns die Temperaturen in diesem Teil Europas noch lange nicht an Herbst, geschweige denn den Winter denken. Doch dann beginnt es nach und nach in vielen Straßen der Region nach gerösteten Kastanien zu duften. Das läutet dann auch in Katalonien die kältere Jahreszeit ein.

Noch heute treffen sich am Tag der Allerheiligen viele Familien. Ob dabei die Religion im Vordergrund steht, oder man sich einfach nur gemeinsam an diejenigen zu erinnert, die nicht mehr unter uns weilen, bleibt jedem selbst überlassen. Doch die Tradition, dabei Kastanien, Süßkartoffeln und Panellets zu essen, ist noch weit verbreitet.

Traditionen, Barcelona, Castanyada, Katalonien, Feiertage

La Castanyada ist eine heidnische Tradition wie zum Beispiel auch die Halloween-Feiern, die ihren Ursprung bereits im 18. Jahrhundert hat. Doch wie so oft, gibt es auch hierbei verschiedenen Legenden im Zusammenhang mit der Entstehung.

Eine davon erzählt, dass sich die Familien vor dem Allerheiligen trafen, um gemeinsam die Totenwache zu halten. Dabei hat man sich mit überwiegend typisch herbstlichen Speisen verpflegt.

So gab es meist Kastanien, Gemüse der Saison und Süßkartoffeln gewürzt mit Dessertwein, aus dem der heutige Moscatel entstand. Aus diesem Brauch ging die emblematische Figur der Castanyera hervor, die die Kastanien zubereitete.

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Eine andere Theorie besagt, dass das Fest für die Glöckner der Kirchen war, die die ganze Nacht über die Glocken läuteten. So sollten die Gläubigen an die Notwendigkeit erinnert werden, für die Seelen ihrer Verstorbenen zu beten. Jedes Mal, wenn sie sich ausruhten und sich erholten, brachten ihnen die Leute etwas zu Essen, was in diesem Fall die Früchte des Herbstes waren.

Leckere Panellets – Was steckt dahinter?

Es gibt einen Spruch im Katalanischen, der sagt: Per Tots Sants, castanyes i panellets. Wie es heißt, wurden diese an Marzipan erinnernden kleinen Gebäcke in den Särgen der Verstorbenen deponiert, damit sie im Jenseits genährt wurden. Heutzutage gibt es sie in vierlelei Arten, mit Kokosnuss, Eigelb oder Feigen, doch die wohl beliebtesten sind immer noch die Panellets mit Pinienkerne. Sooo was von lecker!