Keine größeren Treffen im Sommer

Die katalanische Regierung verlängert die Maßnahme, die Zusammenkünfte auf 10 Personen beschränkt. Somit werden keine größeren Treffen im Sommer erlaubt sein.

KATALONIEN, EUROPA PRESS. Die Maßnahme zur Eindämmung der fünften Welle des Coronavirus wurde im Zuge der Verschärfung der Regelungen am 13. Juli angeordnet. Nun hat die Generalitat entschieden, dass diese auch während der kommenden Woche gelten sollen. Basierend auf dieser Maßnahme werden keine größeren Treffen im Sommer gestattet sein. Zudem wird auch die zeitliche Begrenzung jeglicher Aktivitäten beibehalten. Parallel dazu hat das oberste Gericht von weiteren 7 Tagen Ausgangssperre zugestimmt.



Heute gab die katalanische Regierung eine Pressekonferenz, um die aktuelle epidemiologische Situation zu bewerten. Ebenfalls wurden die für die kommenden Wochen geplanten Maßnahmen und Beschränkungen kommentiert. Dabei hat die Generalitat mitgeteilt, wie der Rest des Sommers aussehen wird.

Zunächst wurde bestätigt, dass die beiden wichtigsten Maßnahmen, die kurz vor der Ausgangssperre angeordnet wurden, auch die nächsten Wochen gelten. Zu Einem handelt es sich um das zeitliche Limit aller öffentlichen Aktivitäten. Dazu gehören die Öffnungszeiten der Gastronomie, sowie sonstige Veranstaltungen, wie Kino und Theater. Diese müssen spätestens um 0.30 Uhr nachts beendet sein bzw. schließen. Darüber hinaus werden auch gesellschaftliche Zusammenkünfte weiterhin auf zehn Personen begrenzt und keine grösseren Treffen im Sommer erlaubt sein. Wie Präsident Pere Aragonès dabei selbst bestätigte, „werden diese Maßnahmen solange gelten, wie es notwendig ist.“

Im Sommer keine Treffen mit mehr als 10 Personen

Regierungssprecherin Patrícia Plaja sagte dazu, dass es jetzt wichtig ist, vor allem sozialen Aktivitäten so weit wie möglich einzuschränken. Die derzeitige Situation müssen unter allen Mitteln und schnellstmöglich unter Kontrolle gebracht werden.

Begleitet von Gesundheitsminister Argimon und Innenminister Elena, machte sie deutlich, dass nicht absehbar ist, wie lange die Ausgangssperre dauern wird. Sie räumte ein, dass man mit der Justiz übereinstimme, diese Maßnahme zurückzunehmen, sobald es möglich ist. Aus diesem Grund wird sie seitens des TSJC wöchentlich überprüft und nur bei absoluter Notwendigkeit genehmigt. Argimon versicherte, dass „man die Grundrechte der Bürger auf keinen Fall länger als nötig einschränken wolle.“

PK Josep Maria Argimon
Josep Maria Argimon auf einer Pressekonferenz (Foto: Europa Press)

Die epidemiologische Situation

Die sogenannte fünfte Welle ist in Katalonien weiterhin präsent. Dies zeichnet sich nicht nur anhand der Zahlen neuer Ansteckungen ab, sondern auch durch die Auslastung der Krankenhäuser. Allerdings, so Gesundheitsminister Argimon, „scheint der Höhepunkt dieser erneuten Welle bereits erreicht zu sein.“ Eine Warnung wollte er jedoch trotzdem aussprechen. Trotz aller geltenden Maßnahmen und Einschränkungen werden die kommenden Wochen “sehr kompliziert” sein.

Krankenhäuser und Ärztezentren stehen jetzt schon unter enormem Druck. Nach unserer Prognose werden noch in dieser Woche wieder mehr als 500 Patienten in kritischem Zustand auf den Intensivstationen liegen. Wir erwarten ebenfalls, dass die Zahl von stationär behandelten Personen auf über 2000 steigen wird.

Gericht bestätigt Verlängerung der Ausgangssperre

Fast zeitgleich hat der Oberste Gerichtshof Kataloniens (TSJC) mitgeteilt, dem Antrag der Generalitat auf Verlängerung der Ausgangssperre stattzugeben. Die Richter waren der Auffassung, dass die Aufrechterhaltung der Beschränkungen der katalanischen Regierung notwendig ist. In der kommenden Woche ändert sich allerdings die Liste der Gemeinden, die von der nächtlichen Ausgangssperre betroffen sind.


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