Katalonien wieder Risikogebiet

Durch die Verschlechterung der Lage der Pandemie war es nur eine Frage der Zeit. Das RKI hat seine Liste aktualisiert und neben anderen Regionen ist Katalonien wieder Risikogebiet

SPANIEN, DEUTSCHLAND, ACN. Mit Zypern und Norwegen stehen seit dem gestrigen Sonntag wieder neue Länder auf der Liste des RKI. Neben drei weitere Regionen in Spanien ist nun auch Katalonien wieder Risikogebiet, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitgeteilt hatte. Diese Tatsache hat allerdings kaum größere Auswirkungen für Urlauber und Reisende. Diese mussten sich bei Einreise auf dem Luftweg ohnehin testen lassen, wodurch eine eventuelle Quarantänepflicht entfiel. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet jedoch, dass seitens des Auswärtige Amtes von Reisen in besagte Gebiete abgeraten wird.



Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC veröffentlichte am Donnerstag vergangener Woche aktuelle Daten. Danach lag Zypern mit einer 14-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner von 179,6 an der Spitze der gesamten europäischen Union. Die zweithöchste Bilanz wurde aus dem „Virusvariantengebiet“ Portugal gemeldet. Dort lag der Wert bei 168,8. Bereits auf dritten Platz liegt Spanien mit einem Inzidenz-Wert von 152. Katalonien gehört zu den Regionen, in denen die Lage besonders besorgniserregend ist, dabei ist vor allem die Touristenmetropole Barcelona betroffen.

Staaten bzw. Regionen werden vom RKI als Risikogebiete eingestuft, wenn die dortigen Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz) über 50 liegen. Es ist die niedrigste Risikostufe. In in die Liste der nächsthöheren Kategorien (Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete) wurden keine zusätzlichen Länder oder Regionen aufgenommen. Dagegen wurden einige Gegenden von der Risikoliste gestrichen. In Europa ist dies allerdings eine Region in Kroatien. Desweiteren hat sich die Lage der Pandemie in Katar und den Karibikinseln Guadeloupe und Aruba verbessert, die damit nicht mehr auf der Liste stehen.

In Katalonien hat die Regionalregierung aufgrund der Situation die aktuellen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verlängert. Diese derzeitigen Regeln und Einschränkungen sind bereits seit Mitte Juni in Kraft.


Um unsere Webseite und damit auch den Service für unsere Lesern weiter verbessern zu können, sind wir auf etwas Hilfe angewiesen. Über eine kleine Unterstützung unserer journalistischen Arbeit würden wir uns daher sehr freuen: