Jardins del Mirador de l’Alcalde

Jardins del mirador de l'alcalde

Es ist ein besonderer Ort und das aus verschiedenen Gründen. Die Jardins del Mirador de l’Alcalde bieten nicht nur tolle Ausblicke, man trifft auch wenige Besucher

Die Einrichtungen der olympischen Spiele, das nationale Kunstmuseum oder die alte Burg. Auf dem Montjuïc gibt es viele Orte, die es wert sind, einmal auf den berühmtesten Berg Barcelonas zu steigen. Darüber hinaus gibt es aber auch noch einen Park, den man (ohne die anderen zu vergessen) erwähnen muss. Der Grund: die Jardins del Mirador de l’Alcalde stehen in nur wenigen Reiseführern und sind daher nicht besonders überfüllt ist. Obwohl man in Barcelona selten erwarten kann, an irgendeinem Platz wirklich alleine zu sein.



Seine Geschichte

Hinter der Geschichte der Gärten steht auch ein Stück der (jüngeren) Geschichte der Stadt. In den 60er Jahren wurde das Schloss Montjuïc (bis dahin im Besitz des Staates) an die Stadt abgetreten. Dies geschah allerdings unter der Bedingung, dass in der Gegend ein Militärmuseum eingerichtet wird. Der Stadtrat nutzte das Geländes um unter anderem einen neuen Park zu schaffen. Mit ihm entstand zwischen 1962 und 1969 auch dieser tolle Aussichtspunkt.

Jardins del mirador de l'alcalde
Tolle Ausblicke über Hafen und Stadt (Foto: BarcelonAlemany.com)

Das Gartenprojekt wurde von Joaquim Casamor umgesetzt, während Carles Buïgas für den monumentalen Brunnen verantwortlich war. Und mit Brunnen kennt er sich gut aus. Denn nach seinen Entwürfen entstand ebenfalls die berühmte „Font màgica de Montjuïc“.

Die Jardins del Mirador del Alcalde sind zwar nicht so berühmt, wie der Parc Güell oder die Bunker des Carmel. Und im Auge des Betrachters sind andere Parks und Gärten der Stadt hübscher. Dafür hat man von hier aber einen spektakulären 180-Grad-Blick auf den Hafen und die Stadt.

Jardins del mirador de l'alcalde
Wunderschöne Parkanlange und oft auch wenige Besucher (Foto: BarcelonAlemany.com)

Das Mosaik der Jardins del Mirador del Alcalde ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Mosaik. Es wurde von Joan Josep Tharrats aus den Resten verschiedenster Materialien angefertigt. Der aus Girona stammende, weltweit angesehene Künstler schuf einen 420 Quadratmeter großen „Teppich“ aus alten Maschinenteilen, Flaschenhälsen, Ziegel- und Kieselsteinen. Sogar einige von der Stadt nicht mehr verwendete Kanaldeckel wurden verarbeitet – einfach beeindruckend.

Es ist vielleicht nicht die erwähnenswerte Eigenschaft des Parks, doch interessant macht ihn auch seine Erreichbarkeit. Zugegeben, auf den Montjuïc zu Fuss zu gehen, ist eine recht sportliche Angelegenheit. Dafür wird man für den Weg nach oben mit den bereits angesprochenen wunderbaren Ausblicken belohnt. Wer nicht ganz so viel Ausdauer hat, nimmt einfach die Seilbahn. Denn neben dem Mirador del Alcalde befindet sich eine der Haltestellen der Funicular de Montjuïc.


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