Dritte Woche der nächtlichen Ausgangssperre

Foto: David Zorrakino - Europa Press

Insgesamt 19 Gemeinden werden von der Liste gestrichen, 17 kommen hinzu. Nach Antrag der Generalitat: das oberste Gericht hat die dritte Woche der nächtlichen Ausgangssperre bestätigt.

KATALONIEN, EUROPA PRESS. Bereits seit insgesamt 14 Tage besteht aufgrund der fünften Welle der Coronavirus-Pandemie in verschiedenen Gemeinden eine Ausgehbeschränkung während der Nachtstunden. Die Lage hat sich bisher noch nicht genug stabilisiert, daher hat die katalanische Regierung eine Verlängerung beschlossen. Am heutigen Donnerstag wurde dem Antrag der Generalitat stattgegeben und die dritte Woche der nächtlichen Ausgangssperre vom obersten Gericht bestätigt.



Die Maßnahme gilt ab Mitternacht von Donnerstag auf Freitag in 163 Gemeinden, zwei weniger als in der Woche zuvor. Von der am Dienstag von der Regierung vorgeschlagenen und vom TSJC gebilligten Liste werden 19 Gemeinden gestrichen und 17 kommen dazu. Dort wird es nicht gestattet sein, sich von eins abends bis sechs Uhr morgens im Freien aufzuhalten.

Wer aus einem der Ausnahmegründe dennoch das Haus verlassen muss, sollte dies mit einem sogenannten Zertifikat der Eigenverantwortlichkeit darlegen. Die einzigen Gründe dafür sind im Wesentlichen medizinische, tierärztliche Notversorgung oder der Weg zur Arbeit.

Treffen mit maximal 10 Personen

Zu den erweiterten Maßnahmen gehört auch die Beschränkung auf maximal 10 Personen bei „Familien- und gesellschaftlichen Zusammenkünften. Dies gilt sowohl bei Treffen im öffentlichen als auch im privaten Bereich, solange es sich nicht um „Mitbewohner“ handelt. Ebenfalls ist derzeit auch bei Zusammenkünften der Verzehr von Speisen und Getränken in öffentlichen Raum untersagt. Ausnahmen sind dabei pädagogische Freizeitaktivitäten (und dergleichen im Freien) und die Terrassen von Bars und Restaurants.

In einigen Gemeinden sind die Zahlen neuer Covid19-Anstekungen unter die Grenze gefallen, die das Kriterium für die Ausgangssperre sind. Dazu gehören unter anderem Calafell, Caldes de Malavella, Constantí, Gelida, Igualada, Matadepera, Navàs, Puigcerdà, Roses, Salt, Sant Feliu de Codines. Auch die Bewohner von Sils, Tàrrega, Torredembarra, Tremp und Vilafant können sich nachts wieder frei bewegen. 

Dagegen hat sich die Situation in anderen Orten soweit verschlechtert, dass sie in die Liste aufgenommen werden mussten. Insgesamt sind es 17 Ortschaften zu denen neben anderen auch Amposta, Esparreguera, Figueres, la Garriga, Roda de Berà, Solsona zählen.

Die Regierung ordnet die Ausgangssperre in Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern und einer 7-Tage-Inzidenz von mindestens 400 Fällen an. Ebenfalls sind verschiedene Orte betroffen, die von solchen Gebieten mit hohen Inzidenzen vollständig umgeben sind. Dazu gehören unter anderem Cabrils, Sant Andreu de Llavaneres, Sant Vicenç de Montalt und Santa Susanna.

Mehr kritische Patienten

Die dritte Woche der Ausgangssperre beginnt, doch es gibt auch gute Nachrichten. Wie die Gesundheitsbehörde der Generalitat mitteilte, wird bereits ein Rückgang neuer Infektionen und positive Tendenzen andere Indikatoren verzeichnet. Allerdings ist man um die Lage in den Krankenhäusern und dabei vor allem die der Patienten in kritischem Zustand besorgt. Die Zahl der Personen auf den verschiedenen Intensivstationen steigt und lag am Dienstag bei 549.

Dies ist die interaktive Karte der betroffenen Gemeinden:



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