Die Fälle wurden zum ersten Mal im vergangenen Sommer entdeckt. Diese haben sich in den letzten Wochen wieder gehäuft. Daraufhin machen die Mossos d‘Esquadra erneut auf versuchte Diebstähle von WhatsApp-Konten aufmerksam.


Der Ablauf ist immer der Gleiche und zielt darauf ab, ein „Lösegeld“ zu fordern, als Gegenleistung für die Wiederherstellung des Kontos. Alles beginnt mit einer WhatsApp-Nachricht, nach der man als User bereits Vorsicht walten lassen sollte. Sie enthält einen sechsstelligen Sicherheits-Code. Kurz darauf wird dann eine Mitteilung von einem Kontakt gesendet, dessen Konto schon gehackt wurde. In dieser wird darum gebeten, den Zahlen-Code weiterzuleiten, den man zuvor erhalten hat. Wer darauf eingeht, gibt den Betrügern freien Zugang zu seinem Whatsapp-Konto.

Warum ein WhatsApp-Konto stehlen?

Die Hackern setzen alles daran, so viele Diebstähle von WhatsApp-Konten zu begehen wie möglich. Jedoch geht es ihnen weniger um die Daten der Nutzer, als vielmehr um ein „Lösegeld“. Diese wird als Gegenleistung für die Rückgabe bzw. Wiederherstellung des Kontos verlangt. Dabei setzen die Betrüger auf die Unwissenheit der Benutzer, denn die gute Nachricht ist: Ein Lösegeld ist gar nicht nötig. Das Einzige, was man tun muss, ist das WhatsApp-Konto erneut zu registrieren. Wenn man dabei die Telefonnummer erfolgreich bestätigt, wird der Zugriff des Hackers automatisch blockiert.

Sollte Dieb des Kontos die 2-Schritt-Überprüfungsoption aktiviert haben, wird das Konto für ihn ebenfalls gesperrt. Man kann es in so einem Fall allerdings erst nach Ablauf einer Woche wiederherstellen.

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Kommisariat der Mossos d’Esquadra in Les Corts (Foto: Archiv, BarcelonAlemany.com)

Fälle häufen sich wieder

Die Diebstähle von WhatsApp-Konten wurden im Sommer 2020 zum ersten Mal von Nutzern der beliebten Nachrichten-Applikation festgestellt. Während der letzten Wochen ist es wieder sehr viel häufiger zu solchen Fällen gekommen, wie uns Inspektor Sergi Martínez mitteilte. Er ist stellvertretender Leiter der Abteilung ATPROX (Àrea Tècnica de Proximitat i Seguretat Ciutadana) der Mossos d’Esquadra, die solche Anzeigen aufnehmen.

Er empfiehlt den Benutzern, auf jeden Fall die zweistufige Überprüfungsoption in den Einstellungen der WhatsApp-Anwendung zu aktivieren. Dabei muss eine sechsstellige PIN vom Nutzer erstellt werden. Hacker können sich dann, wenn sie über diesen Code nicht verfügen, nicht mehr in das Konto einloggen.


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