Neben vielen anderen Schutzpatron(in)en der Stadt, ist er der Einzige der auch in Barcelona gewohnt hat. Der heilige Josep Oriol, wird jedes Jahr um diese Zeit mit einer Feier geehrt.

BARCELONA / REDAKTION. In der katalanischen Hauptstadt werden traditionell so einige Feiern zu Ehren verschiedener Heiliger veranstaltet. Die bekanntesten Feierlichkeiten sind dabei sicherlich das Stadtfeste im Sommer und im Winter. Der heilige Josep Oriol ist dagegen den wenigsten geläufig, dabei ist er schon etwas Besonderes. Er ist nämlich der Einzige, der auch in Barcelona gelebt hat. Santa Eulàlia lebte ihrerseits ja bekanntlich in Sarrià, was damals noch vor den Toren der Stadt lag. La Mercè war laut der Legende eine Jungfrau, die dem König Jaume I „erschien“. 

Der Heiler aus Barcelona

Geburtshaus Josep Oriol
Eine Tafel am Haus in dem er aufwuchs erinnert an Josep Oriol (Foto: BarcelonAlemany.com)

Wie Menschen seinerzeit berichteten, besaß der heilige Josef Oriol wundersame Kräfte: Er konnte die Kranken durch Handauflegen heilen. 

Geboren wurde er im Jahre 1650 im Viertel Sant Pere. Genauer gesagt in der Carrer de la Mare de Déu del Pilar, die zuvor Carrer del Cuc hiess. Er stammte aus einer bescheidenen Familie. Josep Oriol schaffte es aber dennoch zu Studieren und zu Promovieren. Was ihm den Spitznamen „Doktor Wasser und Brot“ einbrachte. Später arbeitete er in der Kircher Santa Maria del Pi und kümmerte sich um kranke und bedürftige Menschen. Dabei entdeckte er die heilende Kraft seiner Hände.

Sein Geburtshaus des heiligen Josep Oriol existiert noch immer. An dessen Fassade finden sich Dekorationen im Jugendstil, die der Architelt Josep Maria Jujol seinen heiligen Taten widmete. 

Fassade Geburtshaus Josep Oriol
Fassade Geburtshauses von Josep Oriol im Barri del Pi (Foto: BarcelonAlemany.com)

Selig und heiliggesprochen

Von da an führte Josep Oriol seine Heilungen in der Capella de la Sang durch. Aufgrund des Zeugnisses von Hunderten von Menschen wurde er nach seinem Tod im Jahr 1806 seliggesprochen. In der Stadt hatte man dieses Ereignis in großem Umfang gefeiert. Mehr als einhundert Jahre sollte es dann noch dauern, bis der heilige Josep Oriol 1906 dann von der Kirche auch noch heiliggesprochen wurde. Seine sterblichen Überreste ruhen heute in der Kapelle von Sant Josep Oriol der Kirche Santa Maria del Pi.

Das Barri del Pi aus dem er stammte, richtet daher jedes Jahr um den 23. März herum Feierlichkeiten zu seinen Ehren aus.

Aufgrund seiner Taten entwickelte sich übrigens aus seinem Familiennamen mit den Jahren ein beliebter Vorname. So hat nicht nur dieser Heilige Josep seinen Ursprung in Barcelona, sondern auch der Name Oriol.


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