Eine wunderschöne Bucht zum Baden und ein Beachclub mit fantastischem Ausblick. Die Cala Morisco nahe Barcelona hat ihr ganz eigenes Flair

Mundpropaganda und nicht zuletzt das Internet machen es unmöglich, an der Küste Barcelonas etwas Neues zu entdecken. So gibt es zwar eigentlich keinen unberührten Strand mehr, die Cala Morisca ist aber trotzdem etwas Besonderes. Sie ist zwar eher ein offenes Geheimnis, aber dennoch irgendwie ein Geheimtipp. Wer zum Badengehen lieber die Stadt verlässt, als den Strand in Barcelona mit Touristen zu teilen, wird sie lieben. 


Sobald man den Strand erreicht, hat man aber doch irgendwie den Eindruck, etwas gefunden zu haben, was kaum jemand kennt. Er liegt so versteckt zwischen den Klippen von Garraf, dass aufpassen muss, nicht an der Einfahrt vorbeizufahren. 

Hierbei kommen wir auch gleich zum „negativen“ Punkt. Die Bucht liegt fast sieben Kilometer von Sitges entfernt, der Weg zu Fuß ist also utopisch. Die einzige Möglichkeit, dorthin zu kommen ist leider (oder zum Glück) mit dem Auto. Das ist aber nicht der Hauptgrund, der den einen oder anderen vielleicht davon abhält. Man muss das Auto auf dem Parkplatz stehen lassen, was nicht billig ist. So sind es am Ende die hohen Parkgebühren, die die Anzahl der Besucher fast von selbst minimiert.

Cala Morisca BarcelonAlemany
Eine der schönsten Buchten Kataloniens, die Cala Morisca (Foto: BarcelonAlemany.com)

Exklusive Cala Morisca

Abgesehen von diesen negativen Bedingungen ist der Strand aber wirklich unbeschreiblich schön. Seine Lage inmitten der Natur der Berge von Garraf machen ihn einzigartig. Die überschaubare Größe, die wenigen Besucher und der Beachclub über den Klippen geben dem Ganzen ein luxuriöses Ambiente. Luxus ist dabei allerdings das Stichwort, im Restaurante Cala Morisca zahlt man „ein paar Euro mehr“ als in einer gewöhnlichen Bar. 

Ob es die exklusiven Preise sind oder die Anwesenheit der Nudisten, diese Bucht zieht ein ganz bestimmtes Publikum an. Doch gerade das erzeugt diese besondere Atmosphäre, die man nicht täglich erlebt. An einen FKK-Strand geht man ja nur, weil man möchte und Außergewöhnliches leistet man sich ja auch nicht jeden Tag.

Vielleicht ist die Cala Morisca nicht mehr das, was sie früher einmal war. Und auch so manch nostalgischer Nudist verdreht wohl die Augen, bei so viel Badebekleidung. An dem ehemals ausgesprochenen FKK-Strand ist nackt baden aber längst nicht mehr obligatorisch. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall und die meisten wollen garantiert noch einmal wiederkommen.


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