Barcelona droht Streik-Chaos

Gewerkschaft rufen zu weiteren Arbeitsniederlegungen auf. Barcelona droht Streik-Chaos auch in der kommenden Woche

Der Streik der Renfe-Lokführer, der am Wochenende ausgesetzt wurde, wird an diesem Montag fortgesetzt. Die Gewerkschaft Semaf hat diese Woche zu vier weiteren Streiktagen aufgerufen. Auch wenn der Betrieb nur zu bestimmten Zeiten eingeschränkt werden soll, droht Barcelona ein Streik-Chaos an den nächsten Tagen.




Grund dafür ist die Nichteinhaltung zahlreicher in den letzten Jahren getroffener Vereinbarungen mit dem Unternehmen. Ebenfalls gilt der Protest einer möglichen Übertragung der Kompetenzen über die RENFE . Die Arbeitnehmer befürchten, dass sie dadurch die landesweite Mobilität verlieren, die sie bisher genossen.

Der Streik wird an diesem Montag nicht wie an den ersten beiden Tagen ganztägi, sondern nur zu bestimmten Zeiten stattfinden.

So kommt es von 5.00 bis 9.00 Uhr, 14.00 bis 16.00 Uhr und zwischen 18.00 und 22.00 Uhr zu Beeinträchtigungen des Zugverkehrs.

An den ersten beiden Tage des Streiks gab es nicht genügend Fahrer, wodurch der Betrieb sogar teilweise vollständig zusammenbrach.  So kam es zwischen dem Unternehmen und der Gewerkschaften zu großen Spannungen, noch vor Beginn der ersten Gespräche begannen.

Bahnstreik, Katalonien, Renfe
Chaos gab es unter anderem wie hier in Sants (Foto: ACN)

Vorwurf des Boykott

Der Vorstand der Bahn warf den Fahrern vor, den Mindestservice vorsätzlich nicht eingehalten zu haben. Die Gewerkschaft dagegen schob die Verantwortung auf die Renfe, die den Fahren nicht fristgerecht Bescheid gegeben hätten. Nun sollen die Benachrichtigungen per Bürofax zugestellt werden, damit sich das Chaos nicht wiederholt.

An den ersten beiden Streiktagen konnten wegen fehlender Fahrer mehr als tausend Nahverkehrszüge, die meisten davon in Katalonien und im Pais Valencià, nicht fahren.  

Vereinbart war, dass mindestens 85% des Betriebs aufrecht erhalten wird. Renfe konnte aber in Katalonien nur rund die Hälfte der Züge betreiben. So musste der Zugverkehr am Bahnhof Sants für mehr als eine Stunde eingestellt werden. Am Bahnhof Plaça de Catalunya wurden die Zugänge vorübergehend gesperrt, um überfüllte Bahnsteige zu vermeiden.

Sowohl RENFE, als auch die Behörden empfehlen den Fahrgästen, an den nächsten Tage, wenn möglich, alternative Routen zu planen. 


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